Winterreifen
Sobald die kältere Jahreszeit beginnt, sollte an das Aufziehen von Winterreifen gedacht werden. Denn schon bei Temperaturen, die niedriger sind als sieben Grad, sind deutliche Unterschiede zwischen Sommer- und Winterreifen festzustellen. Winterreifen sind geschmeidiger und halten Kälte wesentlich besser aus – Sommerreifen werden bei kalten Temperaturen schnell hart und haften dadurch weniger gut an der Straßenoberfläche.
Nicht nur bei Schnee, sondern insbesondere bei nasser Witterung zeigen sich die Vorteile von Winterreifen. In einem Test das ADAC schnitten verschiedene Winterreifen-Marken zwar unterschiedlich ab, insgesamt waren jedoch alle bei Glatteis wesentlich sicherer und stabiler als Sommerreifen.
Auch die Gesetzeslage plädiert für Winterreifen: Seit dem Jahr 2008 müssen laut Gesetz die Autoreifen der Witterung angepasst sein. Bei Gesetzesverstößen ist mit einem Bußgeld von 20 Euro zu rechnen, bei Verkehrsbehinderungen mit den doppelten Kosten und einem Punkt in Flensburg. Offiziell müssen Winterreifen ein Profil von mindestens 1,6 Millimeter aufweisen – laut ADAC ist jedoch nur ein Profil von mindestens 4 Millimetern wirklich verkehrssicher.
Sinnvoll ist es, schon möglichst vor den ersten Frosttemperaturen einen Wechsel zu vollziehen – zum Einen sind dann die Wartezeiten bei den Werkstätten noch nicht so lange weil die Nachfrage noch gering ist, zum Anderen wird man nicht vorzeitig von schlechtem Wetter überrascht.
Es besteht die Möglichkeit, Winterreifen mit oder ohne Felge anzuschaffen. Dies ist vor allem eine finanzielle Frage. Winterreifen mit Felge sind zwar teurer, haben jedoch den entscheidenden Vorteil, dass das jährliche Ummontieren von Sommer- auf Winterreifen und umgekehrt wegfällt und somit jeweils Kosten von 60-80 Euro wieder einspart. Auf längere Sicht hin sind Winterreifen mit Felgen auf jeden Fall lohnenswert.
Diese sollten gut aufgepumpt gelagert werden. Alufelgen können beim Lagern durch dazwischen gelegte Pappkartons geschont werden. Bei der Lagerung der Reifen kann man sich zwischen stehender Lagerung oder eine Aufhängung an Felgenbäumen entscheiden - viele Händler bieten auch eine günstige Einlagerung an, die zunehmend von Autofahrern in Anspruch genommen wird.
Durch die neuesten Entwicklungen im Bereich der Reifenproduktion ist heutzutage kein großer Unterschied mehr zwischen Sommer- und Winterreifen beim Fahrverhalten festzustellen. Wichtig ist, sich beim Kauf nicht nur am Preis zu orientieren. In Tests schnitten Markenreifen insgesamt wesentlich besser ab, was Fahrverhalten, Sicherheit und Qualität betraf. Besondere Vorsicht ist beim Kauf von gebrauchten Winterreifen geboten: Auch wenn für zwei Fahrzeuge die gleiche Reifengröße passt, so können sie dennoch unterschiedliche Felgen benötigen. Die Felgen müssen für den Wagentyp zugelassen worden sein und eine Allgemeine Betriebserlaubnis ist notwendig. Liegt diese nicht vor und es geschieht ein Unfall, so verliert man unter Umständen seinen Versicherungsschutz und muss sogar mit nicht unerheblichen Geldbußen rechnen.

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