Pirelli
Der Reifenhersteller Pirelli & C. SpA hat seinen Sitz in Mailand, Italien. Das Unternehmen gehört zu den weltweit größten Reifenherstellern und beschäftigt derzeit mehr als 31.000 Mitarbeiter.
Gründer des Unternehmens war Giovanni Battista Pirelli, der 1872 eine Gummiwarenfabrik ins Leben rief. Erst im Jahr 1901 begann man in der Fabrik auch mit der Herstellung von Autoreifen.
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In den darauffolgenden Jahrzehnten entwickelte sich der italienische Reifenhersteller zu einem globalen Weltkonzern. Bereits 1981 konnte das Unternehmen einen Umsatz von rund 1,95 Milliarden Dollar vorweisen und sich einen Anteil am Weltmarkt von 6,5 Prozent sichern. Sechs Jahre später konnte Pirelli seine Geschäfte weiter ausbauen und übernahm den Reifenhersteller Metzeler. Mit der übernommenen Marke legte man das Hauptaugenmerk auf den Bereich der Motorradreifen. Im Jahr 1988 kaufte Pirelli außerdem den amerikanischen Reifenproduzenten Armstrong auf und fasste damit auch auf dem nordamerikanischen Markt erfolgreich Fuß. Durch ein Joint Venture mit dem schwedischen Unternehmen Trelleborg AB forcierte man den Bereich zur Herstellung von Landwirtschaftsreifen.
Anfang der 90-er startete Pirelli den Versuch, die deutsche Continental AG zu kaufen. Der Fall ging durch alle Medien. Nach einem langen Kampf gab Pirelli aus Liquiditätsgründen schließlich auf, da die Continental AG mit Hilfe der Deutschen Bank eine Sperrminorität erzielen konnte.
Die deutschlandweiten Geschäfte des Reifenherstellers werden über die Pirelli Deutschland GmbH abgewickelt. Die Tochtergesellschaft des Weltkonzerns stellt Reifen für PKW und Motorräder in der Produktionsstätte in Breuberg her. Diese werden überwiegend an Autohersteller für die Erstbereifung weiter vertrieben. Des Weiteren werden Reifen für den Ersatzmarkt produziert.
Eine Zeit lang war Pirelli auch im Bereich der Kabelproduktion tätig. Dieses Geschäftsfeld resultierte aus der Übernahme von Siemens in Neustadt bei Coburg sowie weiteren Werken in England. Pirelli war in dieser Sparte kurzzeitig europaweit die Nummer Eins in der Produktion von Energie- und Kommunikationskabeln. Im Jahr 2005 wurde die Kabelproduktion an die Firma „Prysmian“ veräußert, um wieder mehr Liquidität für die Herstellung und Entwicklung von Reifen zu erlangen.
Zum Konzern Pirelli gehört außerdem eine Wohnungsbaugesellschaft mit dem Namen „Pirelli & C. Real Estate SpA“, welche zu 53,6% Pirelli gehört.
Im Sport engagiert sich Pirelli als Sponsor für Fußballvereine wie Inter Mailand oder SE Palmeiras in Brasilien. Auch für die Superbike-Weltmeisterschaft der FIM lieferte Pirelli Einheitsreifen.
Bekannt und beliebt ist auch der seit 1964 vom Unternehmen jährlich herausgegebene Pirelli-Kalender, in dem professionelle Fotografien von Fahrzeugen und schönen Frauen in erotischen Posen zu sehen sind. Der Kalender wird nur in geringer Stückzahl veröffentlicht und an ausgesuchte Personen weitergegeben.
Homepage: www.pirelli.de

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