Michelin

michelinDas Unternehmen Michelin agiert offiziell unter dem Namen „Manufacture Francaise des Pneumatiques Michelin“. Es hat seinen Sitz in Clermont-Ferrand, Frankreich und ist nach Bridgestone der weltweit größte Reifenproduzent.
Michelin beschäftigt weltweit rund 127.000 Mitarbeiter, wovon ca. 8.500 alleine in Deutschland tätig sind. Michelin hat im Bundesgebiet fünf Produktionsstätten, in Karlsruhe, Homburg, Bad Kreuznach, Hallstadt sowie Trier.

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Neben der Herstellung von Reifen widmet sich Michelin auch der Produktion von Straßenkarten und Reiseführern sowie der Herausgabe des Restaurantführers „Guide Michelin“. Das Unternehmen ist auch durch sein Markenzeichen, dem Michelin-Männchen „Bibendum“ bekannt.
Bereits im Jahr 1889 wurde das Unternehmen von den Gebrüdern Èdouard und André Michelin gegründet. Durch die Anmeldung eines Patents auf auswechselbare Fahrrad-Luftreifen entwickelte sich das Unternehmen bereits in den Anfängen sehr erfolgreich. Im Jahr 1895 kam das erste Kraftfahrzeug mit Michelin-Luftreifen auf den Markt.

Bereits 19000 veröffentlichte Michelin seinen ersten Reiseführer, den Guide Michelin, der bis heute ein fester Bestandteil der Geschäftsfelder des Unternehmens ist. Das Unternehmen expandierte langsam aber beständig und wuchs im Jahr 1906 bereits auf 6.000 Mitarbeiter an. Zwei Jahre später wurde das erste internationale Werk in Turin gegründet. Während der Zeit des Ersten Weltkrieges stellte Michelin auch Flugzeuge her, was jedoch nach Kriegsende wieder eingestellt wurde.
In den 20-er Jahren kamen neue Werke hinzu, unter anderem in Stoke-on-Trent in England sowie Trento in Italien. In Deutschland wurde die erste Produktionsstätte 1931 in Karlsruhe eröffnet. Das Unternehmen überzeugte schon damals durch innovative Technik und bahnbrechende Entwicklungen, wie beispielsweise durch das Lamellenprofil zur besseren Haftung nassen Straßen.
In den Jahren 1934 bis 1975 war Michelin mehrheitlich an dem Autohersteller Citroen beteiligt.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Entwicklungen vorangetrieben und man brachte unter anderem einen Radialreifen auf den Markt, welcher sich später auch bei anderen Reifenproduzenten durchsetzte. Das Unternehmen wuchs weiter, 1969 konnte Michelin bereits mit 81.000 Mitarbeitern in der ganzen Welt aufwarten.
In den 70-er Jahren wurde Michelin auch in der Formel 1 aktiv und bereifte unter anderem Jody Scheckter im Ferrari mit Radialreifen, welcher 1979 damit die Weltmeisterschaft gewann. Erst 2006 beendete Michelin sein Engagement in der Formel 1, da seit 2007 einheitlich Reifen nur eines Herstellers eingesetzt werden dürfen und die Bereifung seitdem alleinig von Bridgestone erfolgt.
Im Jahr 2005 wurde Michelin für sein Produkt „Tweel“ mehrfach ausgezeichnet, welches auf Rollstühlen zum Einsatz kam.

Seit Mai 2006, als der Nachkomme des gleichnamigen Firmenbegründers und bis dato Geschäftsführer des Unternehmens , Èdouard Michelin, aufgrund eines Bootunglückes verstarb, ist Michel Rollier als alleiniger Unternehmensleiter bei Michelin eingesetzt. Michelin wird in Form einer Kommanditgesellschaft auf Aktien geführt.
Homepage: www.michelin.de


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