Goodyear

goodyearDer aus den USA stammende Reifenhersteller Goodyear Tire & Rubber Company gehört zu den drei größten Reifenkonzernen auf der ganzen Welt.
Die Geschichte des Unternehmens begann bereits im Jahr 1898, als der damals 38-jährige Frank Seiberling, Sohn eines Erfinders und Patentbesitzers, in Akron, Ohio eine Fabrik übernahm, die außer Betrieb war. Sein Bruder Charles stieg wenig später in das Unternehmen mit ein.

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Zunächst wurde in der Fabrik Kautschuk produziert und man gab dem Unternehmen den Namen des Erfinders, der die Vulkanisation entdeckte und dadurch die moderne Gummiindustrie in die Wege leitete: Charles Goodyear. Die ersten Produkte aus Kautschuk waren unter anderem Löschschläuche, Pokerchips oder auch Reifen für Fahrräder oder Kutschen. Anfangs wurden in der Firma 13 Mitarbeiter beschäftigt.
Nachdem mit Beginn des 20. Jahrhunderts zunehmend Automobile auf den Markt kamen, wurden bei Goodyear die ersten Autoreifen hergestellt. Auch der Rennwagen von Henry Ford wurde mit Autoreifen von Goodyear ausgestattet. Das Unternehmen wuchs zusehends und beschäftigte alsbald über 600 Mitarbeiter, die trotz zwischenzeitlicher Krisen Goodyear weiter zum Erfolg brachten und moderne Entwicklungen wie eine Reifenfertigungsmaschine oder Universalfelgen zutage brachten.
Unter anderem wurden Daimler-Autos mit Goodyear-Reifen auf den Markt gebracht, und auch Flugzeugreifen wurden mit Goodyear-Produkten bereift.
Bereits im Jahr 1916 hatte sich Goodyear zum weltweit größten Reifenhersteller entwickelt – die Spitzenposition konnte das Unternehmen bis ins Jahr 1990 durchgehend halten.
1916 wurden außerdem vermehrt Rennreifen für den Motorsport hergestellt, sodass bereits die Gewinner von großen Autorennen in den USA drei Jahre später alle mit Goodyear-Reifen ins Ziel einfuhren.
Nach längerer Pause wurde das Engagement für den Motorsport in den 50-er Jahren wieder aufgenommen und weiter ausgebaut. Bis ins Jahr 1998 wurden Reifen für die Rennställe von Williams, Ferrari, Benetton oder Jordan entwickelt.
1957 beschäftigte Goodyear 46.000 Mitarbeiter, davon 18.000 im Ausland – bereits 30 Werke des Unternehmens bestanden in 23 Ländern der Welt.
1954 wurde die Deutsche Goodyear GmbH gegründet, die 1961 die Gummiwerke Fulda übernahm. Nur fünf Jahre später wurde ein Werk in Philippsburg gegründet, das wenig später das größte Werk außerhalb der USA darstellte.
Neben dem Hauptgeschäft des Reifenvertriebs produzierte Goodyear auch andere Kautschukprodukte und branchenfremde Gegenstände. Unter anderem wurden im Zweiten Weltkrieg Flugzeug entwickelt, später stellte Goodyear Produkte für die Apollo-Weltraummissionen her, unter anderem Schwimmkissen und Bremsen. Von der Luft- und Raumfahrtssparte musste sich der Konzern allerdings im Jahr 1986 wieder trennen, als Goodyear wegen einer geplanten feindlichen Übernahme durch den britischen Milliardär Sir Goldsmith Umstrukturierungen durchführen musste. In den 90-er Jahren hatte das Unternehmen sich wieder erholt und expandierte zusehends, insbesondere nach Osteuropa und Asien.
Heute ist Goodyear mit mehr als 90 Werken in 27 Ländern vertreten. Das Unternehmen beschäftigt mittlerweile mehr als 100.000 Mitarbeiter, was nicht zuletzt aus dem Joint Venture mit Sumimoto Rubber Industries resultierte. Die Firma vertreibt unter anderem Reifen der Marke Dunlop.
Neben einer großen Anzahl an Reifen werden von Goodyear auch Golf- und Tennisbälle, Schuhe, Farben und Spielsachen produziert.


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