Volvo
Wer an Schweden denkt, dem kommt meist nicht nur die schöne Landschaft und Pippi Langstrumpf in den Sinn, sondern auch die unverwüstlichen Autos der Marke Volvo. Das Unternehmen wurde von den beiden ehemaligen Arbeitskollegen Assar Gabrielsson und Gustav Larson gegründet, die 1924 eine gemeinsame Autoproduktion zu planen begannen. Zwar gab es die Firma Volvo bereits seit 1915 aber der Name wurde seit 1919 nicht mehr weiter geführt. 1926 überzeugten Gabrielsson und Larson die SKF, die Inhaber des Namens Volvo waren, in das Automobilgeschäft einzusteigen.
Volvo selbst gab für die erste Produktion 200.000 Kronen Startkapital dazu, der Rest von 150.000 Kronen wurde von Gabrielsson selbst mit eingebracht. Er fungierte darüber hinaus auch als Generaldirektor. Bereits im April 1927 verließ der erste Volvo mit der Bezeichnung Volvo ÖV4 die Werkshalle. Dieses erste Auto dass auch Jakob genannt wurde, war ein offener vierzylindriger Wagen. Bereits im Sommer desselben Jahres folgte der PV4 als geschlossener Personenwagen, was für die klimatischen Verhältnisse in Schweden sicher sinnvoller war.
Bis 1929 konnten bereits 996 dieser Wagen in verschiedenen Bauvarianten verkauft werden. Bis 1958 verließen weitere 10 Baureihen das Werk in Lunby nahe Göteborg, aber die Verkaufszahlen lagen immer nur bei maximal 6.200 verkauften Autos pro Jahr. Mit der zwölften Baureihe kam schließlich der Durchbruch, der bei uns unter dem Spitznamen „Buckelvolvo“ bekannt gewordene PV444 und das darauf folgende Modell PV544 waren mit 440.000 verkauften Wagen ein Welterfolg.
Ab dem Jahr 1955 war der erste Volvo mit Befestigungspunkten für einen Dreipunkt Sicherheitsgurt ausgerüstet, was kurz darauf zu Serienausstattung gehören sollte. Ab 1956 waren auch die ersten Kopfstützen in Serie erhältlich, was dem Volvo den Ruf eines besonders sicheren Fahrzeugs bescherte. Mit dem P1900 erschien 1954 ein seltenes Modell aus Fiberglas, der nur mit einer Auflage von 67 Einheiten gebaut wurde. Von 1967 bis 1970 stellte Volvo den P1800 her, den viele von der Serie „Simon Templar“ mit Roger Moore her kennen werden. Dieses Auto war in verschiedenen Motorvarianten von 90 bis 124 PS erhältlich. Das nachfolgende Modell der P1800 ES, ein Kombi wurde auch unter den Namen „Schneewittchensarg“ bei uns bekannt.
Die bis in die heutige Zeit bekannte eckige Form entstand 1967 mit dem Volvo P140, an dessen Erscheinungsbild und Design sich bis heute nicht sehr viel verändert hat. Ab 1975 konnte die niederländische Firma DAF hinzu gekauft werden und deren Fahrzeuge in modifizierter Form als Volvo 66 weiter produziert. Die Serie der Volvo 700 schließlich wurde Anfang der achtziger Jahre eingeführt, bei diesen Autos war die untere Hälfte der Karosserie bis zur Türscheibe verzinkt. Was ihnen den Ruf der Unverwüstlichkeit verlieh, denn Rost hatte hier kaum mehr eine Chance. Durch die sehr gute Qualität der Motoren waren daher Laufleistungen von 600.000 km keine Seltenheit.
Die Marke Volvo richtet sich in der Hauptsache an „erwachsene“ Kunden, die ein sicheres und zuverlässiges Fahrzeug bevorzugen und ihr Auto über sehr lange Zeit fahren. Durch die klimatischen Bedingungen in Schweden sind das Gefährte, die auch bei eisigen Temperaturen selten den Dienst versagen und denen auch Streusalz lange Zeit nichts anhaben kann.
Offizielle Homepage: www.volvo.de

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