Saab
Die Erfolgsgeschichte der Saab Werke begann 1937 im schwedischen Linköping, zuerst wurden dort aber keine Autos sondern Flugzeuge gebaut. Die deutsche JU 86 A entstand dort ebenso wie die amerikanische NA 16. Ab 1940 begann die Produktion in Trollhättan, dort erblickte der erste eigene Entwurf für den Sturzkampfbomber Saab 17 das Licht der Welt. Dieser war ebenso erfolgreich wie die 1942 gebaute zweimotorige Saab 18. 1947 kam das erste Strahlflugzeug von Saab auf den Markt die Saab 18, diese wurde als Bomber und Aufklärer eingesetzt. Saab fungiert auch heute noch als Zulieferer für die Luftfahrt, so stammen Teile des Airbus und des NHI von Saab. Klar dass auch die schwedische Luftwaffe ihre Kampfflugzeuge von Saab herstellen lässt.
Die Geburtsstunde der Saab Automobile schlug erst nach dem zweiten Weltkrieg mit dem Saab 92001 der ab 1947 gebaut wurde, ab 1949 lief dieses Modell als Saab 92 in Serie vom Band. Bereits 1969 kam es zu einer Fusion von Saab mit dem LKW Hersteller Scania. Aber schon 1990 trennten sich PKW und Flugzeug Sparte wieder, auch die LKW Sparte wurde unter dem alten Namen Scania wieder neu gegründet.
Bis zum Jahr 2000 gehörten jeweils 50% von Saab dem Konzern General Motors und der einflussreichen schwedischen Familie Wallenberg, nach 2000 erwarb General Motors den kompletten Anteil an Saab. Die Produktion von Lastwagen ist seit der Zeit vollständig von der PKW Herstellung abgetrennt und läuft wieder unter dem Namen Scania.
Aufgrund der umfassenden Erfahrung im Flugzeugbau wird bei Saab großer Wert auf Aerodynamik gelegt, was sich bereits bei den ersten Modellen wie dem Saab 92001 deutlich zeigt. Der sich in seiner schnittigen Form deutlich von anderen Fahrzeugen seiner Zeit abhebt. Der schwedische Designer Sixten Sason kreierte die typische Form der Autos, er ist im Übrigen auch der Erfinder der berühmten Hasselblad Kamera. Durch die Abkehr von der Konvention der damaligen Zeit konnte Saab innovative Highlights setzen, die sie zumindest bis zur Übernahme durch General Motors deutlich von der Konkurrenz abhoben.
Auch in Punkto Sicherheit konnten die Schweden Maßstäbe setzen, so wurde der bereits für den Ursaab 92 ein Seitenaufprallschutz entwickelt. In Schweden kommt es dank des hohen Verkehrsaufkommens zu zahlreichen Unfällen und jeder sechste davon wird durch auf die Fahrbahn springende Elche verursacht. Der berühmte Elchtest ist also ein Ergebnis der praktischen Beobachtung der natürlichen Gegebenheiten in diesem Land. Die Entwicklung einer äußerst stabilen Fahrgastzelle machte den Saab zu einer der sichersten Autos seiner Zeit. Um dies zu testen wurde ein Auto kopfüber aufgehängt und aus einer Höhe von mehreren Metern fallen gelassen.
Eine weitere Besonderheit der neueren Modelle ist das Nightpanel, bei dem sich in der Dunkelheit bis auf den Tacho alle Anzeigen ausschalten lassen, nur eventuelle Warnhinweise werden dann noch angezeigt. Das ermöglicht auch in der Nacht ein ruhiges und konzentriertes Fahren.
Es bleibt zu hoffen, dass Saab gerade wegen seiner engen Verflechtung mit dem US Konzern General Motors, die Turbulenzen auf dem Weltmarkt einigermaßen unbeschadet übersteht. Damit die Schweden der Welt auch in Zukunft innovative Glanzpunkte in Sachen Sicherheit bieten können.
Offizielle Homepage: www.saab.de

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