Opel

opelDie Erfolgsgeschichte von Opel begann völlig unspektakulär in Rüsselsheim in einem ehemaligen Kuhstall, dort eröffnete Adam Opel 1863 zunächst eine Fabrik für Nähmaschinen. Durch die Heirat mit der Tochter eines Fabrikanten war es Opel möglich seinen Betrieb 1868 zu erweitern und Anteile an einer Gießerei zu erwerben. Die Herstellung von Nähmaschinen verlief sehr erfolgreich, aber ab dem Jahr 1900 war Adam Opel klar dass die Zukunft in einer anderen Branche zu suchen wäre.
Nach einem Brand in der Fabrik im Jahre 1911 wurde die Herstellung von Nähmaschinen zu Gunsten von Fahrrad und Motorwagen aufgegeben. In den 1920er Jahren war Opel einer der größten Fahrrad Hersteller der Welt.
Die Chance lag aber eindeutig in der Produktion und Entwicklung von Automobilen, die von Opel auch während des ersten Weltkrieges aufrecht erhalten wurde. In dieser Zeit produzierte das Werk in Rüsselsheim bereits  30.000 Fahrräder und 3.000 Autos. Ab 1924 wurde dort schon an Fließbändern gearbeitet. Diese Art der Herstellung ermöglichte es preiswerte Fahrzeuge für die breite Masse zu produzieren.
Ab 1928 erfolgte die Umstellung der Rechtsform, zunächst in eine Kommandit Gesellschaft und schließlich in eine Aktiengesellschaft. Deren Anteile gingen 1929 zu 80% an den amerikanischen Autobauer General Motors über.  Im Zuge der herannahenden Wirtschaftskrise verkauften die Erben Opels schließlich für die stolze Summe von 33,352 Millionen Dollar auch ihren restlichen Anteil an die Amerikaner. Die Opel Brüder behielten jedoch ihre Sitze im Aufsichtsrat und den Posten des Vorstandes. Während der Rezession der dreißiger Jahre gingen die Produktion und der Absatz von Autos dramatisch zurück und Opel erzielte nur noch gigantische Verluste.
Auf Weisung des NS Regimes wurden während des zweiten Weltkriegs nur noch Lastwagen für das Militär hergestellt und die Produktion der einstigen Flaggschiffe wie des Opel Kadett  oder des Opel Admiral, wurden in dieser Zeit eingestellt. Nach Ende des Krieges wurde das Werk in Brandenburg von den Sowjets als Reparationsleistung konfisziert und dessen Kadett Produktion in die Sowjetunion verbracht. In den Jahren nach dem Krieg begann Opel im Auftrag der amerikanischen Militärregierung mit der Reparatur ihrer Vorkriegsmodelle und mit der Produktion von Kühlschränken. Ab 1947 lief die Automobilproduktion wieder so langsam an. Zunächst lief der Opel Olympia vom Band, ein Modell dass es bereits vor dem Krieg gab. Ein Jahr später wurde dann er Opel Kapitän wieder aufgelegt. Seit dieser Zeit hat sich Opel zum zweitgrößten Autohersteller in Deutschland entwickelt und brachte richtungsweisende Fahrzeuge wie den Kadett und den Manta auf den Markt, der bei Liebhabern noch immer Kultstatus genießt.
Die Ölkrise und die darauf folgenden Fehlentscheidungen der Konzernspitze ließen den Stern der Rüsselsheimer  sinken und Opel verlor seine Stellung im Automobilverkauf in Deutschland. Ende 2008 geriet Opel aufgrund seiner Zugehörigkeit zum Mutterkonzern GM in eine finanzielle Schieflage und musste als erster deutscher Autobauer beim Bund eine Anfrage für eine Bürgschaft zur Kreditabsicherung stellen. Zur selben Zeit wurde der Lohn der Opel Beschäftigten um 10% gekürzt.
Es bleibt abzuwarten ob sich Opel aus der Krise wieder befreien kann oder ob der US Mutterkonzern GM die Deutsche Tochter mit in den Abgrund reißt.
Offizielle Homepage: www.opel.de


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