Ford
Als der Firmengründer Henry Ford mit einem Kapital von nur 20.000 $ seine Automobilherstellung gründete, dachte wohl niemand daran dass aus dieser kleinen Firma mit nur wenigen Angestellten einmal ein großer Konzern werden würde.
Ford benannte seine Modelle nach dem Alphabet, aber erst das Modell T brachte den ersten Erfolg. Im Jahr 1908 kam die legendäre Tin Lizzy auf den Markt und Ford war wegen der großen Nachfrage gezwungen in ein größeres Werk umzuziehen. Bis zum Jahr 1913 wurde dort die Fließband Produktion entwickelt die es erstmals ermöglichte größere Mengen von relativ wenigen Arbeitern in kurzer Zeit herstellen zu lassen. Eine Methode die heute aus der Produktion nicht mehr weg zu denken ist. Bis zum Beginn des ersten Weltkriegs war jedes zweite Auto in den USA eine Tin Lizzy, von diesem Fahrzeug wurden 15,5 Millionen Stück verkauft ehe die Produktion schließlich eingestellt wurde.
In den 20er Jahren verlor Ford Marktanteile, die Konkurrenten im eigenen Land boten Autos nun auch in anderen Farben und Ausstattungen an. Außerdem wurde der Kauf auf Kredit immer beliebter und so wurden auch die Fahrzeuge immer luxuriöser ausgestattet.
Während des zweiten Weltkriegs stellte Ford auch Bomber her, in der Willow run factory wurden in dieser Zeit 8.600 Flugzeuge des Modells B 24 Liberator hergestellt, dies blieb jedoch nur eine kurze Episode in der Firmengeschichte.
1955 schließlich wurde Ford zu einer Aktiengesellschaft. Neben den PKWs stellte Ford mit dem Transit auch Nutzfahrzeuge her, dessen Produktion wurde jedoch 1961 eingestellt. 1973 stellten die Autobauer aus Michigan 2 neue LKW Modelle vor, seit dem Ende der 80er Jahre ist Ford aber nicht mehr auf dem europäischen Markt für Lastwagen vertreten.
Seit 1929 ist Ford auch in Deutschland ansässig, in diesem Jahr unterzeichnete der damalige Kölner Bürgermeister Konrad Adenauer den Vertrag über die Ansiedlung der Firma in Köln. Die Modelle Fiesta und Fusion wurden am Standort Köln produziert, Focus C-Mx und Kuga wurden in Saarlouis gebaut und der Mondeo schließlich in Genk in Belgien.
1972 beschäftigte Ford bereits 54.300 Mitarbeiter und erreichte einen Jahresumsatz von immerhin 5,3 Milliarden DM. Seit 1976 tragen die hier produzierten Modelle auch das typische Ford Logo. Ende 2004 arbeiteten ca. 28.000 Mitarbeiter für Ford am Standort Deutschland.
Der bekannteste Kleinwagen von Ford ist sicher der Fiesta der seit dem Jahr 1976 bis heute gebaut wird. Das Segment Kleinstwagen bedient der Ford Ka, der seit 1996 vom Band läuft. In der Kompaktklasse findet sich seit 1968 der Ford Escort und seit 1983 der Orion. Als Nachfolger des Escort gilt der 1989 aufgelegte Ford Fusion. Aber auch die Mittelklasse und die obere Mittelklasse sind mit dem Mondeo bzw. dem Scorpio vertreten.
Wie alle anderen Autohersteller muss sich auch Ford auf die sich immer schneller verändernde wirtschaftliche Lage einstellen, der sich verschärfende Wettbewerb fordert neue Innovationen und immer umweltfreundlichere Fahrzeuge, um auch in Zukunft noch Mobilität anbieten zu können.
Homepage: www.ford.de

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